Festliche Kleidung zu jedem Anlass

Tunikakleider

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Das Tunikakleid

Möchte man heute ein Tunikakleid kaufen, findet man sich einem reichhaltigen Angebot gegenüber. Nicht nur Farben, Muster und verwendete Materialien sind in fast unbegrenzt großer Auswahl zu finden. Auch die Schnitte variieren im Stil aufs Äußerste. Was man vor wenigen Jahren noch in Holzfällerhemd, Big- oder Longshirt, Flügelhemd, Kleid mit Zipfelrock, Minikleid oder Kasak unterschied, ist nun alles unter dem Namen Tunikakleid katalogisiert.

Wie kommt es zu dieser verwirrenden Vielfalt?

Ohne Zweifel liegt das Geheimnis in der Tunika selbst, beziehungsweise in ihrer Geschichte begründet. Das lateinische Wort Tunica zeigt die Herkunft. Die Wurzeln reichen bis weit in die Antike. Zunächst handelte es sich nur um zwei Tücher, die, mit Fibeln gehalten, Brust und Rücken bedeckten und mit einem Gürtel oder Band in der Taille gehalten wurden. Aus praktischen Gründen war das hintere Tuch jeweils etwas länger. Diese schlichte Kleidung war unisex, das heißt für Männer und Frauen gleich. Der Herr trug in etwa knielange, die Dame bis knöchellange Modelle.

Für die härteren Kämpfe des alltäglichen Lebens und natürlich für das Kampfgeschehen bei kriegerischen Streitigkeiten stellte sich schnell heraus, dass es günstiger ist, wenn die Tücher durch feste Nähte miteinander verbunden sind. Zunächst nur über den Schultern, doch sehr bald auch an den Flanken. Für bestimmte Berufszweige erwies sich der angenähte Ärmel als überaus nützlich.

Je nach Herkunft oder auch sozialem Stand des Trägers, beziehungsweise der Trägerin, kamen mit der Zeit applizierte oder eingearbeitete Bordüren, Muster oder Stickereien hinzu. Bei den römischen Streitkräften wurden die einzelnen Ränge sowohl durch Farbe als auch durch Anzahl und Sitz der verschiedenen Borten erkenntlich gemacht. Derbe Wollstoffe wurden in der kalten Jahreszeit bevorzugt. Widerstandsfähige Fasern wie Hanf, Nessel oder Leinen kleideten das Volk, während in gehobeneren Kreisen empfindliche Stoffe wie Seide bevorzugt getragen wurden.

Fazit

Sicherlich ist nicht die gesamte Entwicklung der Modewelt auf die „ollen Römer“ zurückzuführen. Derart mehr oder weniger schlichte Gewandung findet sich bei den Ahnen vieler Völker. Doch hat dieses Wort einen angenehm entspannenden mediterranen Hauch, der uns die Leichtigkeit des Seins und die Verspieltheit eines Urlaubs am Mittelmeer assoziiert. Da ist es doch eine wahre Freude, in dem überaus reichhaltigen Angebot ein Tunikakleid zu finden, das genau zu meinem Typ passt. Sei es nun ein kariertes Holzfällerhemd, ein Feenkleidchen mit Zipfelrock oder schlicht zwei zart gewobene Seidentücher, die ich über der Schulter zusammen knote.